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RACKETS 24.05.2018

Auf Maß gefertigte Rahmen: innovativ und leistungsstark.

Um ihre individuell optimale Spielstärke erreichen und immer wieder verbessern zu können, brauchen Champions ein bis aufs Milligramm genau austariertes Racket. Babolat betreibt deshalb schon seit langem einen speziellen Service für die Individualisierung von Rahmen, damit die Babolat Champions über eine Ausrüstung verfügen, die ihnen sozusagen „auf den Leib geschneidert“ ist.

„Wie bei einem Formel-1-Fahrer, dessen Boxen-Team nach einer Testrunde die Analysen kaum erwarten kann, um die Fahrzeugleistungen noch feiner justieren zu können, muss unser Service die Erwartungen unserer Team-Spieler erfüllen. Sie verlangen leistungsstarke Rackets, die im Verlauf der gesamten Saison immer strikt dieselben Spieleigenschaften aufweisen“, fasst Sylvain Triquigneaux, Leiter des Babolat Performance Lab, die Aufgabe seines Teams zusammen, das jedes Jahr für jeden Spieler des Markenteams 40 bis 60 Rackets präpariert – und damit mehr als 3.000 im ganzen Jahr.

„Es ist so, dass es in unserem Job zwei unterschiedliche Aufgaben gibt. Die eine besteht darin, das ganze Jahr lang Rackets bereitzuhalten, die genau den Maßgaben bestimmter Spieler entsprechen. Dafür müssen wir den Spieler beraten und mit ihm gemeinsam immer wieder an bestimmten Parametern der Ausrüstung arbeiten, also an der Bespannung, der Balance oder dem Handling und den Trägheitsmomenten des Rackets – eben an allem, was ihn in der Entwicklung seines Spiels beeinflusst.“

Diese erste Aufgabe lässt sich zwar innerhalb der recht kurzen Zeit von 20 bis 90 Minuten je Rahmen erledigen, doch man wird leicht verstehen, warum die zweite Aufgabe etwas mehr Zeit beanspruchen kann:„Wenn man die gewünschten Eigenschaften eines Rahmens kennt, kann jeder Racket-Präparator seine Aufgabe schnell erfüllen. Nimmt man zum Beispiel Rafael Nadal, weiß man exakt, worauf es ankommt, um ihm für jedes Turnier 8 wirklich identische Rackets zur Verfügung stellen zu können. Wenn es aber darum geht, eine neue Lösung zu finden, weil eine neue Saite verwendet werden soll oder sich einer oder mehrere andere Parameter ändern, die die Leistung des Rackets beeinflussen, ist unsere Aufgabe schon ein bisschen schwieriger“, erklärt Sylvain Triquigneaux.

Aber kommen wir zuerst noch einmal auf die erste Aufgabe zurück, die Hauptaufgabe des zweiköpfigen Präparatoren-Teams um Sylvain: „Um einen Tennisschläger korrekt vorzubereiten, muss man wirklich ein Spezialist sein. Schließlich geht es darum, immer den besten Kompromiss bei der Abstimmung mehrerer sich gegenseitig beeinflussender Parameter zu finden, die auch die Gesamt-Performance des Rackets und damit auch die des Spielers bestimmen (Gewicht, Balance und Trägheitsmoment).“

Aufgrund der industriellen Herstellung der Rackets können diese möglichweise geringfügige Abweichungen aufweisen. Die erst Aufgabe des Präparators ist es, diese minimalen Toleranzen auszugleichen und dann aber auch die Spezifikationen des Rackets an die Wünsche und Erwartungen des jeweiligen Spielers bezüglich Power, Präzision und Handling anzupassen.

Aufs Gramm genau

Bei der Präparation eines Rackets wird erst einmal Gewicht hinzugefügt. So können an verschiedenen Stellen des Rahmens Ballast-Klebestreifen angebracht werden oder man spritzt Silikon in den Griff. Zum Know-how des Präparators gehört es, genau zu wissen, wo welches Gewicht hinzuzufügen ist, damit das Racket dann zum Beispiel den gewünschten Balancepunkt hat – wobei der Experte weiß, dass jedes Racket erst einmal leicht unterschiedlich ist. Es handelt sich also um eine durchaus akribische Arbeit, vor allem, wenn man weiß, wie sensibel Profispieler auf die geringsten Abweichungen reagieren! Mit Hilfe speziell entwickelter Messgeräte arbeiten die Racket-Profis daher wirklich aufs Gramm genau.

„Ganz wichtig ist auch die Arbeit an der Ergonomie des Griffs. Dort kommt es darauf an, welches Greif-Gefühl die Spieler wünschen und wie sie ihr Racket halten. Die Form des Griffs wird daher gemeinsam mit dem Spieler genau so ausgearbeitet, dass das Racket einfach perfekt in der Hand liegt“, erläutert Sylvain Triquigneaux.

Wie die Spieler oft sagen, ist das Racket die Verlängerung der Hand. Wenn man sich bestimmte Angewohnheiten lange genug antrainiert hat, ist es schwierig, sie wieder zu ändern. Andererseits kommt es jedoch oft vor, dass Sylvains Team auf den Platz gebeten wird, um zu helfen, bestimmte Dinge zu ändern. „Entscheidend für den Erfolg eines Spielers ist immer auch die Performance seines Rackets. Deshalb beobachten wir die Spieler ganz genau, hören ihnen zu und versuchen, ihre Erwartungen zu verstehen. Dann können wir ihnen vorschlagen, was an Veränderungen an der Ausrüstung und am Racket möglich ist, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen: bessere Leistung. Diese Art der Unterstützung ist integraler Bestandteil unseres Jobs.“

Die Champions begleiten

Seit fast zwei Jahren arbeiten wir regelmäßig mit dem kanadischen Hoffnungsträger Félix Auger-Aliassime zusammen, um seine spielerische, technische, taktische und physische Entwicklung zu fördern. Parallel hierzu begleiten wir ihn mit Tipps und Optimierungsvorschlägen für seine Ausrüstung, damit diese besser seinen Erwartungen hinsichtlich Gefühl und Performance entspricht. In solchen Situationen findet bei der gemeinsamen Arbeit auf dem Platz ein echter Dialog zwischen dem Spieler, seinem Trainer und unserem Team statt. So können wir die Eigenschaften des Materials direkt „am Mann“ feinjustieren und sehen, wie sich das im Spiel auswirkt. Das ist dann, als ob man ein Auto noch kurz vor dem Rennen tunt. Es ist sehr spannend, ganz besonders dann, wenn die Empfindungen und Ergebnisse des Spielers davon beeinflusst werden!“

Der Racket-Service steht dem Team Babolat zur Verfügung, um den Spielern ein besseres Spielgefühl zu geben, ihnen zu besserer Leistung zu verhelfen und auch, um ihnen in Rekordzeit zu einem neuen Racket zu verhelfen, wenn z.B. mal im Transit bei der Gepäckabfertigung ein Racket verloren geht – alles schon passiert. „Auch der Express-Versand eines fertig präparierten Racket-Satzes in die entfernteste Ecke der Welt gehört zu unseren Aufgaben“, bestätigt Sylvain.

Während des gesamten Tennis-Jahres steht der Racket-Service des Perf Lab Babolat ausschließlich den Spielern des Marken-Teams zur Verfügung. Nur bei den French Open wird hier eine Ausnahme gemacht. Babolat ist offizieller Partner des Turniers und bietet diesen Service im Stadion Roland-Garros an der Pariser Porte d’Auteuil allen Spielern und damit der Weltelite des Tennissports an. Das Perf Lab Team versteht sich nicht nur als offizieller Besaiter, sondern bietet einen einzigartigen, auf Performance ausgerichteten Service und den Champions einen zusätzlichen technischen Mehrwert.

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